Die BWA war grün. Das Konto nicht.
Mehrere Standorte, volles Tagesgeschäft, Ergebnis im grünen Bereich. Und trotzdem: Geschäftskonto überzogen, Liquidität dauerhaft auf Kante. Der Klassiker, den keine BWA zeigt.
Zwei Dinge steckten dahinter. Forderungen lagen länger draußen, als jeder dachte. Und einzelne Standorte banden Kapital, ohne dass es jemand sah, weil alle Zahlen in einem Topf landeten.
Was wir umgestellt haben.
Standort-BAB: sichtbar machen, wo es blutet.
Ein Betriebsabrechnungsbogen pro Standort statt ein Topf für alles. Seitdem ist monatlich sichtbar, welcher Standort trägt und welcher Kapital bindet. Entscheidungen laufen über Zahlen, nicht über Bauchgefühl.
Profit-First-Konten: das Geld bekommt Aufgaben.
Getrennte Konten für Steuern, Gewinn und Betrieb. Was eingeht, wird verteilt, bevor es ausgegeben werden kann. Steuern und Gewinn sind keine Resthoffnung mehr, sondern zuerst bedient.
Forderungsdruck: Routine statt Hoffen.
Offene Rechnungen werden strukturiert nachgefasst, in festem Takt. Höflich, aber unmissverständlich. Das Geld, das vorher in offenen Posten schlief, arbeitet jetzt im Unternehmen.
Was sich verändert hat.
- i — Jeder Standort hat eigene Zahlen, jeden Monat. Wo es blutet, ist sichtbar, bevor es teuer wird.
- ii — Die Profit-First-Struktur läuft. Steuertermine sind keine Schreckmomente mehr.
- iii — Und der Satz, der alles zusammenfasst, kommt von Julia selbst: „Am Monatsende bleibt mehr übrig."
Bewusst ohne Detailzahlen: Was Julia öffentlich macht, hat sie selbst freigegeben. Interne Werte bleiben intern. Das gilt für jeden, der mit mir arbeitet.